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Was dich vom Einstieg ins Thema SEO abhält.
Und wie du einfach anfängst.

Die gute Nachricht für dich als Selbständige(r):
Ich finde, du musst kein SEO-Experte bzw. Keine Expertin sein, um das Thema SEO (= Search Engine Optimization / Suchmaschinenoptimierung) aktiv anzugehen und einen Einstieg zu finden.

Aber wenn du irgendwie das Ziel hast, dir online mit deiner Website eine stabile Basis für Online-Sichtbarkeit aufzubauen, solltest du das Thema SEO nicht mehr auf irgendwann verschieben. Guck dir an, was dich abhält und dann fang an.

Blog-Artikel: Was dich von SEO abhält. Und wie du einfach anfängst.

Hallo, ich bin Annika, selbstständige Designerin und ich unterstütze Selbstständige dabei, sich online und offline sichtbar zu machen. Am liebsten ohne oberflächliches Werbegetrommel sondern mit einer stabilen visuellen Basis.

Designerin für Selbstständige, zum Beispiel für deine Website

Müssen wir alle SEO-Experten sein?

Wenn man sich mit Onlinesichtbarkeit und der eigenen Vermarktung online beschäftigt, begegnet einem früher oder später das Buzzword ›SEO‹. Und mich haben die ganzen Tipps und Hinweise zu Suchmaschinenoptimierung früher eher eingeschüchtert. Was soll ich denn eigentlich noch alles beachten? Ist doch eh schon alles ganz schön viel rund um die eigene Website...

Und auch heute bin ich keine SEO-Expertin.
Aber das Thema Suchmaschinenoptimierung ist bei meiner Arbeit als Designerin für Websites von Selbstständigen allgegenwärtig. Bei der Umsetzung von Websites achte ich zum Beispiel auf alle möglichen Basics für die Suchmaschinenoptimierung. Und ich gebe Kunden regelmäßig Hinweise und Tipps, was sie für ihre Suchmaschinenoptimierung tun können.

Bei der Recherche im Netz (zum Beispiel auf Websites von kleineren Unternehmen) stelle ich öfters fest, dass manchmal leider einfache Maßnahmen nicht gemacht werden, was schade ist. Meist tatsächlich aus Unwissenheit und aufgrund fehlender Auseinandersetzung, was ich auch total gut verstehen kann. Schließlich gibt es rund um SEO ganz viele Missverständnisse und Unwissen.

Einstellungen, Maßnahmen und Analyse des Ist-Zustandes.

Um diese drei Bereiche geht es in diesem Artikel:

Was verhindert den Einstieg ins Thema SEO?

Schauen wir uns zuerst ein paar typische Einstellungen an, die meist nicht so hilfreich für den Einstieg in die Suchmaschinenoptimierung sind und mir immer wieder begegnen. Und danach gibt es konkrete Maßnahmen, was du auf deiner Website tun kannst.

Das sind typische Einstellungen, die verhindern, dass du beim Thema SEO weiterkommst:

1. Du möchtest die Besucher auf deiner Website herzlich willkommen heißen.
Dann hast du vermutlich noch ein falsches Bild von der Funktion deiner Website.

Manchmal erlebe ich noch, dass Kunden ein einladendes ›Herzlich Willkommen‹ ganz oben auf ihrer Startseite haben wollen. Vielleicht würdest du das auch ganz gut finden.

Diese Grundeinstellung geht aber komplett an der Suchmaschinenoptimierung und auch an den Bedürfnissen deiner Besucher vorbei.

Klar sollten Überschriften nicht überall mit potentiellen Suchbegriffen vollgestopft werden. Und ja, es ist eigentlich eine schöne Intention, Besucher herzlich willkommen zu heißen.
Aber Suchmaschinen können mit der Phrase ›Herzlich willkommen auf meiner Website.‹ absolut nichts anfangen. Und Besucher wollen nicht mit irgendwelchen Phrasen begrüßt werden sondern suchen nach wertvollen Infos und nach Antworten auf ihre Fragen.

Mit einer Phrase wie ›Herzlich willkommen...‹ verschenkst du einfach nur wertvolle Möglichkeiten.

Von dieser Einstellung darfst du dich wirklich verabschieden, wenn du das Thema SEO und Optimierung für Besucher angehst. Und zwar nicht nur bezogen auf das klassische ›Herzlich willkommen‹ sondern ganz allgemein, was Phrasen betrifft.

2. Du möchtest so wenig Text wie möglich, weil der eh nicht gelesen wird.

Diese Einstellung hält sich sehr hartnäckig in Bezug auf Website-Texte.
Wenn die Einstellung ist, dass das ja eh niemand liest, geht sooo viel Potential verloren, online mit der eigenen Website eine starke Sichtbarkeit aufzubauen.

Gute Texte mit Mehrwert vergraulen keine Website-besucher. Egal ob sie gelesen werden oder nicht.

Gute Texte mit Mehrwert vergraulen keine Website-Besucher.
Egal ob sie gelesen werden oder nicht.

Und um das nochmal ganz klar zu sagen:
Gute Texte mit Mehrwert vergraulen keine Website-Besucher – egal ob sie gelesen werden oder nicht.
Das Gegenteil in Form von spärlichen Infos führt aber vielleicht schon dazu, dass Website-Besucher lieber erstmal woanders gucken oder nochmal drüber nachdenken, ob sie hier richtig sind. Lies dazu auch meinen Blog-Artikel Was du dir zu deinen Website-Besuchern schönredest.

Und Texte mit Informationsgehalt sorgen maßgeblich dafür, dass Suchmaschinen etwas mit der Seite anfangen können.

3. Du weißt nicht, was du schreiben sollst. Und deswegen lässt du es ganz.

Das Argument ›das liest ja eh keiner‹ ist ja auch irgendwie eine perfekte Rechtfertigung dafür, am besten gar nichts schreiben zu müssen. Schließlich reicht es doch, die Basis-Informationen aufzulisten.

Aber wenn du gar nicht anfängst, mal darüber nachzudenken, was Website-Besucher gerne wissen möchten und welche Texte sinnvoll wären, wirst du vermutlich auch weiterhin nicht wissen, was du schreiben sollst. Beides hängt zusammen und die Auseinandersetzung mit deinen Inhalten kann letztendlich auch die Weiterentwicklung deiner Selbstständigkeit voranbringen. Du beschäftigst dich schließlich beim Schreiben von Texten eigentlich mit deinem Business. ;-)

4. Du denkst, SEO ist technisches Spezialwissen und dass du das gar nicht selbst kannst.

Ganz ehrlich, ich habe früher selbst gedacht, dass SEO eher technisches Spezialwissen ist. Und war auch oft unsicher, ob ich das Thema denn schon genug verstanden habe. Und ja, es gibt auch heute vermutlich ein paar blinde Flecken bei mir und jemand mit viel mehr Expertise würde mir auf Anhieb einige Punkte nennen, die ich besser berücksichtigen könnte.

Aber wenn du als selbstständige Person vorhast, online eine stabile Marketing-Basis in Form deiner Website aufzubauen, ist das Thema SEO nichts, was du einfach auslagern oder ignorieren kannst. Denn es hat ganz viel mit dir und deiner Arbeit zu tun. Mit deinen Inhalten und deiner Ansprache an deine Kunden und Interessenten. Lies dazu auch meinen Artikel ›Warum SEO kein Thema zum Abwälzen ist‹.

5. Du weißt, dass du das mal machen müsstest, aber weißt nicht, wo du anfangen sollst.

Meine Lieblings-Blockade. ;-)
Wenn ein Thema zu groß und kompliziert erscheint, ist besonders das Anfangen schwer, eben weil man nicht weiß, wo man anfangen soll. Gerade die Auseinandersetzung mit der eigenen Website ist dafür perfekt geeignet, überfordert zu sein. Weil hier alles zusammenkommt. Es geht schließlich um das digitale Abbild deines Unternehmens. Da gibt es immer wahnsinnig viele Fragen zu bearbeiten und du musst dich quasi gleichzeitig um Inhalte, Design und technische Themen kümmern. Das kann schon mal überfordern.

6. Du siehst die Website meist nur aus deiner Perspektive und denkst noch gar nicht an die Bedürfnisse der Besucher.

Dieser Punkt passt zu Punkt 1. Aber es ist so wichtig, dass ich es nochmal erwähne.

Ich vermute, es ist eine typische Herangehensweise, erst einmal aus der eigenen Sicht Inhalte auf der eigenen Website anzubieten. Ging mir rückblickend selbst auch lange so. Das ist erstmal total ok und ein super Anfang.

Aber ich erlebe auch, dass Selbstständige manchmal ein bisschen in dieser Phase steckenbleiben und nicht wirklich den Blickwinkel Richtung Besucher aufmachen. Je mehr du die Bedürfnisse deiner Besucher und potentiellen Kunden in den Fokus nimmst, desto besser kannst du sie mit deiner Website und deinen Inhalten ansprechen. Und das wiederrum ist wichtig für die Suchmaschinenoptimierung.

7. Du möchtest SEO bewältigen, bevor die Website online ist.

Manchmal haben KundInnen den Anspruch, bei der Umsetzung ihrer Website-Texte schon alles zum Thema SEO ›perfekt‹ berücksichtigen zu müssen. Und das führt zu viel Druck, der die ganze Arbeit an den Inhalten in die Länge ziehen kann.

Aber SEO ist eine dauerhafte Auseinandersetzung und keine einmalige Maßnahme (siehe nächster Punkt).
Ob die Optimierung gut funktioniert, stellt sich meist erst im laufenden Betrieb der Website heraus und wird dann weiter verbessert und angepasst.

Bevor die Website nicht online ist, kann man gar nicht wirklich voraussehen, ob die Maßnahmen so funktionieren, wie man sich das vorgestellt hat.

8. Du denkst, SEO wäre eine einmalige Maßnahme und danach betrifft dich das nicht mehr.

Auch ein absoluter Klassiker.
Gerade in der Zusammenarbeit darf ich bei diesem Thema oft Aufklärungsarbeit leisten. Vor allem wenn die KundInnen relativ hohe Erwartungen an ihre neue Website und die Onlinesichtbarkeit haben. Die Erwartung, dass man online so richtig regelmäßig und viele Website-Besucher bekommt, ›nur‹ weil man einmal in einem Kraftakt eine ordentliche Website online gestellt hat, ist in den meisten Fällen unrealistisch. SEO lebt von regelmäßiger Aktivität, meist von regelmäßiger Content-Produktion. Und ehrlicherweise auch von weiteren Kanälen, auf denen man online aktiv ist.

9. Du lässt dich von einem unseriösen SEO-Angebot locken, das dir pauschal verspricht, bei Google ganz oben zu landen.

Uff, ein unschönes Thema, das mich tatsächlich ein bisschen zum Grübeln bringt, weil hier aus meiner Sicht Unwissen (absichtlich) ausgenutzt werden kann.

Es erstaunt mich immer, wenn ich online irgendwo Anzeigen zu SEO-Dienstleistungen lese oder wenn mir Kunden von Akquise-Versuchen solcher Dienstleister berichten. In dem Kontext finden sich nämlich ziemlich pauschale Versprechen nach dem Motto ›Wir bringen Sie auf Platz 1 bei Google‹. Ich frage mich dann ehrlich immer, wie das eigentlich pauschal gehen soll: Bei welchen Suchbegriffen auf Platz 1? Und wozu überhaupt auf Platz 1? Schließlich bedeutet ein erster Platz ja noch lange nicht, dass Website-Besucher auch zu Kunden werden.

Ich möchte SEO-Dienstleister nicht pauschal in einen Topf werfen, weil es natürlich auch zu Recht richtig gute Angebote dafür gibt. Aber wenn die Angebote sehr pauschal und nach oberflächlichen Erfolgsversprechen klingen, dabei lockend günstig sind und es wenig um wirkliche Ziele und gar nicht persönlich um dein Unternehmen geht, solltest du stutzig werden.

SEO ist zu einem sehr großen Teil Inhaltsoptimierung für DEINE Kunden.

SEO ist zu einem sehr großen Teil Inhaltsoptimierung für DEINE Kunden. Wie soll dir das ein pauschales Angebot mit sogenannten SEO-Texten abnehmen, die am Ende vielleicht noch total unnatürlich mit Suchbegriffen vollgestopft wurden und dann mehr Schaden als Nutzen bringen?

Nach meiner Erfahrung schieben viele Selbstständige das Thema SEO gern vor sich her, weil sie nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Und es scheint oft so, als wäre das Thema SEO so ein riesiges, abstraktes Projekt, das man lieber erst angeht, wenn man alles dazu gelesen und alle Video-Tutorials dazu angesehen hat.

Aber so bewegt sich natürlich gar nichts vorwärts. Die Website liegt herum.

Wichtiger als der Anspruch, das ganze Expertenwissen zu kennen, ist es, den Einstieg zu finden.

Wichtiger als der Anspruch, das ganze Expertenwissen zu kennen, ist es, den Einstieg zu finden.

Ganz ehrlich, viel wichtiger als der Anspruch, das ganze Expertenwissen zu kennen, ist es, dass du überhaupt den Einstieg findest. Fang einfach im laufenden Alltag an, konkrete Details zu verbessern. Hier findest du direkt ein paar Maßnahmen, die sich auf deine sichtbaren Inhalte konzentrieren:

Dein Einstieg ins Thema SEO.

Konkrete Maßnahmen, was du auf deiner Website tun kannst:

Ergänze und verbessere Überschriften.

Guck dir deine Überschriften an und prüfe, ob diese Informationen enthalten, die sowohl für Besucher relevant sind und die auch Suchmaschinen einordnen können.

  • Kommt dein Schwerpunkt deiner Arbeit in Überschriften vor?
  • Sind die Überschriften persönlich und nicht voller oberflächlicher Floskeln und Phrasen?
  • Nutzt du überhaupt gezielt Zwischenüberschriften, um den Lesefluss aufzulockern?
    Und wenn du auf deiner Seite so wenig Text hast, dass sich Zwischenüberschriften kaum lohnen, dann geh direkt zum nächsten Punkt.

Reichere deine Texte an und erhöhe die Textmenge.

Wenn die Texte einfach noch etwas mager sind, kann das mal ein anfänglicher Zustand sein. Aber 200 bis 300 Worte sind für eine wichtige Seite deiner Website einfach ziemlich wenig. Egal, was du machst, du könntest bestimmt im persönlichen Gespräch mehr über deine Arbeit und dein Angebot erzählen als 200 Worte, oder? Also versuch, die Textmenge sinnvoll zu erhöhen. So, dass auch der Mehrwert für Besucher steigt.

Frag dich, was Besucher, die neu bei dir und deinem Angebot einsteigen, sich für Fragen stellen könnten. Baue Details ein, mit denen du Besucher neugierig machen könntest. Erzähl etwas darüber, was dich oder dein Angebot von anderen unterscheidet.

Es geht dabei ja nicht darum, dass Besucher diese Texte alle linear durchlesen. Aber sie sollten beim Überfliegen das Gefühl haben, dass es hier Infos und Mehrwert gibt. Besucher scannen in der Regel die Seite ab, und bleiben zwischendurch an Überschriften, Abschnitten und Bildern hängen, um zu prüfen, ob das für sie relevant sein könnte.
Es ist also total ok, mehr Text anzubieten, als von jedem Besucher gelesen wird, solange du keine Textwüste daraus machst. Lies dazu auch meinen Blog-Artikel ›Wie wichtig sind Bilder auf deiner Website‹ und ›Tipps für die Gestaltung auf deiner Website‹.

Noch ein Tipp:
Vermeide es, deine Texte mit Keywords unnatürlich vollzustopfen. Suchmaschinen merken das und finden das verständlicherweise nicht mehr besonders gut, weil es die Textqualität für die Besucher eher beeinträchtigt.

Vergib ordentliche Dateinamen und nutze Alt-Tags bei Bildern.

Nicht nur Texte bieten für Suchmaschinen Anhaltspunkte sondern auch Bilder. Darum solltest du Bilddateien ordentlich benennen, so dass Suchmaschinen damit auch etwas anfangen können. Hier ein Beispiel für einen sinnvollen Dateinamen, der Aufschluss darüber gibt, was ich anbiete und was auf dem Bild zu sehen ist:

designerin-in-steinhagen-fragen-und-antworten.jpg

Und du solltest den sogenannten Alt-Tag deiner Bilder pflegen. Das ist der Alternativtext bzw. die alternative Bildbeschreibung. Wenn du ein Redaktionssystem wie Wordpress nutzt, gibt es im Editor die Möglichkeit, beim Einfügen und Bearbeiten eines Bildes auch den Alternativtext zu pflegen. Darin kannst du Keywords einbauen. Aber du solltest auch darauf achten, dass die Beschreibung tatsächlich zum Bild passt.

Optimiere ›title‹ und ›description‹ deiner Webseiten.

Was? Wie? Jetzt sind das ja doch so merkwürdige technische Elemente. ;-)
Wichtig für die Darstellung in den Suchergebnissen sind der sogenannte ›title‹ deiner Webseite und der meta-tag mit der ›description‹. Diese beiden Elemente stehen später im Quellcode deiner Seite oben im sogenannten head, sind also nicht direkt im Inhalt deiner Seite für Besucher sichtbar. Den Text im ›title‹ kannst du aber oben im Browser-Tab deiner Seite sehen (meist abgekürzt).
Und wie gesagt, in den Suchergebnissen werden diese beiden Texte angezeigt, was eine tolle Möglichkeit ist, deine potentiellen Website-Besucher anzusprechen.

Wenn du Wordpress nutzt, hast du vermutlich ein Plugin für die Suchmaschinenoptimierung (z.B. Yoast) installiert und kannst darüber für jede einzelne Seite den ›title‹ und die ›description‹ pflegen. Hier solltest du auf drei Sachen achten:

  • Halte dich an die begrenzte Textlänge, weil in den Suchergebnissen längere Texte nicht mehr angezeigt werden.
  • Nutze Begriffe, die im Inhalt der Seite auch vorkommen.
  • Sprich potentielle Besucher vor allem in der description direkt an. Hänge nicht einfach zusammenhangslos deine Keywords aneinander.

›Das sind doch nur Kleinigkeiten, die eh nicht wirklich etwas bringen.‹

Ja es sind alles nur Kleinigkeiten, was ja eigentlich super ist, weil du dich relativ einfach mal um einige davon kümmern kannst. Aber diese Kleinigkeiten summieren sich! Und je mehr du diese Kleinigkeiten beachtest, desto leichter fällt dir das Thema SEO und desto positiver wirkt sich das auch langfristig aus.

Ich habe hier natürlich noch ganz viele andere Kleinigkeiten im Hinterkopf. Dazu gibt es demnächst vielleicht noch einen zweiten Teil (z.B. zu den Themen Ladezeiten, Relevanz der eigenen Website und Verlinkungen von anderen Websites etc.).
Aber für den Anfang reichen die eben beschriebenen Basics aus meiner Sicht aus, weil sie alle direkt die sichtbaren und lesbaren Elemente deiner Seiten betreffen.

Und wenn du das Gefühl hast, du hast die sichtbaren Inhalte deiner Website ganz gut im Griff, kannst du dich auch in die Weiten des Internets vorwagen und mehr Wissen aufbauen, was du noch alles tun kannst, um deine Suchmaschinenoptimierung zu verbessern.

Und was ist mit der Keyword-Recherche?

Was ich hier bewusst komplett ausgelassen habe, ist das Thema Keyword-Recherche. Also die Auseinandersetzung, bei welchen Begriffen du eigentlich gefunden werden möchtest und bei welchen es überhaupt Potential gibt. Das ist je nach Kontext so unterschiedlich und da bin ich definitiv auch keine Expertin. Aber weil das Thema so wichtig ist, erwähne ich es. Dann hast du es zumindest im Hinterkopf.

Dazu habe ich vor einiger Zeit zum Beispiel den Podcast SEO-Freunde von Maike Burk entdeckt, den ich wirklich empfehlen kann. Hier werden viele Themen rund um Onlinesichtbarkeit und SEO sehr differenziert und vor allem nicht in so einem oberflächlichen Onlinemarketing-Buzzword-Stil behandelt. Sehr angenehm und hilfreich für nachhaltige Auseinandersetzung und Wissensaufbau.

Wenn du den Ist-Zustand deiner Website kennst, kannst du diesen verbessern.

Um ein besseres Gefühl für das Thema Suchmaschinenoptimierung zu bekommen, schau dir erst einmal an, wie der Zustand deiner Website überhaupt ist.

Analysiere den Ist-Zustand:

Checke den Ist-Zustand in den Suchergebnissen.

Gib selbst sinnvolle Suchwortkombinationen bei Google etc. ein und prüfe, wo du stehst und wie potentielle Mitbewerber aufgestellt sind. Hinweis: Die Suchergebnisse sehen übrigens NICHT bei jedem Benutzer gleich aus, sondern ändern sich dynamisch zum Beispiel durch den jeweiligen Standort in Deutschland.

Sei bei Suchbegriffen bitte nicht unrealistisch und such dein vielleicht eher kleines Unternehmen nicht bei völlig allgemeinen Begriffen sondern spezifisch mit mehreren Begriffen (sog. Long Tail Keywords).

Wenn man mich sucht, findet man mich bestimmt nicht beim Suchbegriff ›Designerin‹. Ich bin ja nicht größenwahnsinnig. ;-) Aber bei ›Corporate Design für Selbstständige‹ oder ›Corporate Design erstellen lassen‹ könntest du mich je nach Standort in Deutschland durchaus auf der ersten Seite bei Google finden. Wenn ich nicht gerade im Ranking wieder abgesackt bin, zumindest. ;-)
Und zwar weil ich mich vor einiger Zeit bewusst und gezielt auf meine Schwerpunkte für Selbstständige konzentriert habe und das immer wieder in Inhalten und meinem Blog aufgreife.

Ich habe mir dafür eine Tabelle angelegt, in der ich Suchbegriffs-Kombinationen eingetragen habe und auch eintrage, welche meiner Seiten jeweils angezeigt werden und wo ich im Ranking stehe. So habe ich einen besseren Überblick, wie der Zustand zum jeweiligen Datum ungefähr ist. Und ich kann Potential sehen und Seiten gezielt verbessern.

Für diese Analyse gibt es natürlich auch Tools.

Checke den Ist-Zustand aus Sicht der Suchmaschinen / der Suchanalyse.

Betrachte den Ist-Zustand deiner Website auch aus Sicht der Suchmaschinen. Dafür gibt es einige Tools online, die deine jeweilige Seite analysieren. Dieses hier ist eines, das ich selbst auch regelmäßig nutze,:
https://www.seobility.net/de/seocheck/

Dort gibst du deine Website-URL (zum Beispiel die Startseite) ein und bekommst dann eine Auswertung. Manches davon, was dort aufgelistet wird, verstehst du vermutlich nicht direkt, weil es eher technische Faktoren sind. Macht überhaupt nichts. Mir würde es teilweise auch schwerfallen, alle Punkte genau zu erklären wenn ich müsste.

Aber trotzdem gibt die Auswertung dir gute Anhaltspunkte, was du beeinflussen kannst und wo du noch Potential hast. Ganz unten zum Beispiel findest du die Keywords, die laut der Analyse auf der analysierten Seite relevant sind. So kannst du direkt prüfen, ob deine Texte und Überschriften klarmachen, um welches Thema es auf der jeweiligen Seite geht.

Außerdem zeigt dir das Analysetool auch konkrete ›Fehler‹ auf. Das können leere Alt-Tags bei Bildern sein (siehe oben) oder zu lange Description-Texte. Aber auch die berühmte H1-Überschrift (h1 bedeutet die wichtigste Hauptüberschrift), die nur mit einer kurzen Floskel nach dem Motto ›Herzlich willkommen‹ gefüllt wurde, wird hier angemeckert.

Noch ein Tool-Tipp:

Wenn dir das Tool von Seobility noch etwas zu technisch und verwirrend erscheint, versuch es alternativ mit dem Tool von Rank365. Hier werden die analysierten Punkte sehr einfach bzw. anfängerfreundlich erklärt und auch eingeordnet. Zum Beispiel wird auch darauf eingegangen, worüber man sich vielleicht nicht so viele Sorgen machen muss, weil Google durchaus in der Lage ist, mit allen möglichen Zuständen klarzukommen. ;-)

www.rank365.de/seo-check-onpage-analyse-tool/

Überprüfe die Verbesserung, wenn du Kleinigkeiten geändert hast.

Wenn du zum Beispiel auf deiner Startseite mehr Text eingebaut hast bzw. Überschriften geändert hast, solltest du danach auch prüfen, ob sich das im Analysetool positiv auswirkt. Das gibt dir mehr Sicherheit, ob deine kleinen Maßnahmen in die richtige Richtung gehen.
Ganz oben im Analysetool wird dir dafür auch ein Prozent-Score angezeigt. Ziel sollte bei diesem Analysetool vielleicht ein Wert zwischen 85 bis 95% sein. Je nach Möglichkeiten und Seitenaufbau ist das sicher unterschiedlich einfach. Bei meinen Seiten liegt der Wert aktuell so zwischen 86% und 96%.

Geduld und Regelmäßigkeit bringen dich weiter – auch wenn's schwerfällt.

Du darfst beim Thema Suchmaschinenoptimierung auch etwas Geduld mitbringen. Bis sich Änderungen auf der eigenen Website auf das Ranking in den Suchmaschinen auswirken, kann es nämlich Wochen oder Monate dauern.

Das muss zwar nicht immer so lange dauern. Aber ich erwähne das mittlerweile gefühlt bei jedem Projekt, weil die Erwartungshaltung meiner KundInnen meist schon eher die ist, dass Google und co ja bestimmt sofort checken, dass ihre Website jetzt neu / verändert ist.

Also ändere nicht aktionistisch dauernd irgendwas, weil du das Gefühl hast, es hat bisher noch nichts gebracht. Vielleicht brauchen Google und co einfach etwas länger, um das zu checken. Und je regelmäßiger du an deiner Website und den Inhalten arbeitest, desto öfter schauen die Suchmaschinen vorbei und bemerken Änderungen irgendwann auch schneller. Lies dazu auch meinen Artikel Was du regelmäßig auf deiner Website tun kannst.

Beim Thema SEO habe ich einfach so lange weitergemacht, bis es anfing zu funktionieren.

Beim Thema SEO habe ich einfach so lange weitergemacht, bis es anfing zu funktionieren.

Suchmaschinenoptimierung ist eigentlich nichts für Ungeduldige. Ich zum Beispiel habe eigentlich nicht wirklich viel Geduld, würde ich sagen. Mir bleibt nur einfach nichts anderes übrig, auch weil ich langfristiges Contentmarketing (im Schneckentempo) super als Basis für meine Online-Sichtbarkeit finde.

Beim Thema SEO habe ich einfach so lange durchgehalten, bis es anfing zu funktionieren.
Und ja zugegeben, auch für meine KundInnen und Web-Projekte musste ich das Thema anpacken und da fällt es mit wachsender Erfahrung natürlich irgendwann leichter, automatisch möglichst viele Details zu berücksichtigen, die wichtig sind.

Mach SEO nach dem Einstieg einfach zu einer normalen Aufgabe in deinem Business.

Diesen Unterbau an Erfahrung und die Vielzahl an Projekten, die du zum Trainieren benutzen kannst, hast du vermutlich noch nicht, sonst würdest du diesen Artikel nicht bis hierhin lesen. Was du aber vermutlich hast, ist der Wille zur Auseinandersetzung mit dem Thema SEO, weil du bis hier hin gelesen hast. Super Voraussetzung! ;-)
Also fang einfach an einer Stelle auf deiner Website mit gefühlten Kleinigkeiten an und mach schrittweise weiter. So wie im Rest deines Business auch. Es wird besser.

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