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Wenn du zu deiner Website überredet werden möchtest,
hast du ein Problem.

Hürden bei der Website-Entwicklung.

Zum Stellenwert einer eigenen Website erlebe ich als Designerin ziemlich unterschiedliche Einstellungen, die nicht immer positiv und motiviert sind. Gerade im letzten Jahr sind einige Anfragen im Sande verlaufen, weil die Anfragenden direkt vor oder beim Projektstart nicht ›in die Gänge gekommen sind‹.

Eigentlich ist das erstmal mein Problem, weil Aufträge nicht zustande kommen oder sich dahinschleppen. Aber vielleicht ist das auch ein Problem, das dich betrifft.

Wenn du zu deiner Website überredet werden möchtest, hast du ein Problem.

Hallo, ich bin Annika, selbstständige Designerin und ich unterstütze Selbstständige dabei, sich online und offline sichtbar zu machen. Nachhaltig und ohne nerviges Werbegetrommel.
In meinem Blog findest du nützliches Wissen zu Design-Themen und zur Zusammenarbeit.

Designerin für Selbstständige, zum Beispiel für dein Corporate Design

Kunden überreden müssen

Das Thema ›Kunden überreden müssen‹ beschäftigt mich wirklich. Nicht nur, weil es in meinem Prozess hakt.
Denn diese Startschwierigkeiten führen dazu, dass eine verfügbare Möglichkeit, online präsent zu sein, scheinbar unnötig verloren geht.

Also warum gibt es diese Startschwierigkeiten überhaupt?
Was steckt dahinter?

Die Anfragenden, die sich bei mir melden, weil sie eigentlich ihre Website in Angriff nehmen wollten, neigen leider nicht mehr dazu, im Nachhinein offen Ihre Bedenken oder Hürden mit mir zu besprechen.

Es gab meist ein ausführliches Gespräch, in dem ich vieles nachgefragt habe, was für das Projekt und die Zusammenarbeit wichtig und hilfreich ist. Sie haben ein Angebot und Infos zum Ablauf von mir bekommen und ich habe ihnen signalisiert, dass wir unter den besprochenen Bedingungen konkret loslegen könnten.

Und meist war der Austausch bis dahin auch ganz angenehm und ehrlich motiviert (sonst hätte ich nämlich kein Angebot gemacht).

Es kann losgehen! Oder doch nicht.

Manchmal melden sich Interessenten dann (länger) nicht mehr.
Oder sie melden nach einer Weile zurück, dass sie doch noch nicht bereit sind, sich zu entscheiden. Sie brauchen mehr Zeit oder es passt gerade aus anderen Gründen einfach nicht.

Zum Vergleich: Es gibt andere Interessenten, die melden sich am selben Tag noch zurück und wollen sofort starten. Wenn das nicht eine motivierende Ausgangssituation ist ;-)

Ich bin wohl kein guter Verkäufer…

Ein Teil von mir ist in solchen Momenten natürlich unzufrieden, weil die Anfragenden offenbar doch nicht wirklich zusammenarbeiten wollten.

Ich habe es nicht geschafft, genug Schwung zu geben. Obwohl doch beide Seiten eigentlich gewillt sind, das Projekt anzugehen. Ich konnte die Anfragenden nicht genug motivieren und sie nicht überzeugen, jetzt loszulegen.

Halt. Stopp. Moment mal…

Ich konnte sie nicht überzeugen? Da passt doch etwas nicht.
Wenn die Interessenten überzeugt – oder noch schlimmer – überredet werden möchten, gibt es ein ziemliches Problem. Darauf komme ich gleich.

Klar, wir können einfach feststellen, dass ich einfach nicht gut genug im Verkaufen war. Stimmt. ;-)

Ich habe den Interessenten das gemeinsame Projekt einfach nicht ›schmackhaft‹ genug gemacht. Ich bin Ihnen nicht so lange auf den Fersen geblieben, bis sie sich nach einigem Hin- und Herwinden doch dazu durchgerungen haben.

»Na gut, dann machen wir es jetzt eben. Wenns denn sein muss…«

Eine Website – wenns denn unbedingt sein muss.

Eine Website – wenn’s denn unbedingt sein muss…

Vielleicht geht es / oder gings dir ja auch schon mal so ähnlich in Bezug auf deine Website. Du hast darüber nachgedacht, das Projekt Website für deine Selbstständigkeit oder dein kleines Unternehmen anzugehen.

Oder du ahnst, dass du endlich deine veraltete Website gegen eine zeitgemäße Website austauschen müsstest. Wird ja langsam peinlich. Aber eigentlich hast du nicht so richtig Lust dazu. Oder du hast – völlig verständlich – immer zu wenig Zeit, um dich wirklich mal damit auseinanderzusetzen.

Oder du denkst insgeheim, dass das Projekt Website irgendwie ein unnötiger ›Bonus‹ sein könnte. Deine ›richtigen‹ Kunden kommen ja eh über andere Wege und die Website ist wirtschaftlich gesehen doch gar nicht von Bedeutung.

Du hast Angst, dass du viel Geld und Aufwand investierst und dafür nicht wirklich etwas ›Handfestes‹ zurückbekommst. Darum schiebst du das Thema lieber weiter auf.

Vielleicht hast du auch einfach die Vorstellung, dass du eine Website brauchst, ›weil man das halt so macht‹. Aber du hast noch nie so richtig hinterfragt, warum du eine Website gebrauchen könntest und wobei sie dir eigentlich nützt.

Diesen Zustand kenne ich selbst nur zu gut. Früher (und heute bestimmt auch noch) habe ich in vielen Bereichen meiner Selbstständigkeit einfach angenommen, dass man das eben so machen muss. Aber ich habe mir nicht klargemacht, warum ich das gebrauchen könnte und was es mir konkret in meinem Business bringt. Lies dazu auch meinen Artikel ›Warum du im Web präsent sein solltest.‹

Dir gehts vermutlich wie vielen anderen Selbstständigen.

Diese formulierten Einstellungen sind vielleicht etwas überspitzt formuliert.
Aber wenn du dich zumindest in Teilen wiedererkennst, gehts dir vermutlich ähnlich wie vielen anderen Selbstständigen und kleinen Unternehmen, die nur aus wenigen Personen bestehen.

Jetzt könnte man einwenden, dass das alles ja eigentlich kein Problem ist, solange du trotzdem in die Gänge kommst und dich endlich dazu durchringst, dir professionelle Unterstützung zu holen.

Wenn die Einstellung im Hintergrund bleibt, ist es aber trotzdem ein Problem. Nämlich ganz konkret für die Umsetzung deiner Website.

Warum ist es ein Problem, wenn du zu deiner Website überredet werden musst?

Die passive oder sogar etwas abwehrende Einstellung führt dazu, dass du zwar den Schritt machst, ein Angebot und eine Zusammenarbeit anzufragen, aber dass du danach trotzdem nicht so richtig in die Gänge kommst.

Insgeheim ist das ganze Thema zu aufwendig, zu teuer und andere Aufgaben sind immer wichtiger. Dann hast du zwar den ersten wichtigen Schritt gemacht aber nicht wirklich etwas dazugewonnen.
Wenn wir ehrlich sind, hätten wir uns das auch sparen können …

Überredet aber noch nicht wirklich motiviert.

Nehmen wir mal an, du lässt dich überreden oder überzeugen und ringst dich auch dazu durch, in deine Website zu investieren. Hat sich deine Einstellung dann wirklich geändert, weil du Geld investierst?
Oder nimmst du die Einstellung trotzdem noch in den ganzen Prozess der Zusammenarbeit mit?

Es muss nicht beschwerlich sein.

Zum Vergleich: Ich arbeite mit vielen AuftraggeberInnen, die ihr Projekt Website relativ motiviert angehen und aktiv dabei sind. Und dass, obwohl sie zwischendurch unsicher und vielleicht auch mal ein bisschen überfordert sind.

Die Umsetzung der eigenen Website muss nicht anstrengend und beschwerlich sein, wenn die Zusammenarbeit von beiden Seiten vorangebracht wird.

Investieren allein reicht leider nicht.

Aber ich habe eben auch schon erlebt, dass AuftrageberInnen sich während des Projektes viel zu wenig für Ihre Website interessiert haben – obwohl sie sich dafür entschieden haben und auch finanziell investiert haben.

Aber sie wollten das Thema auch ein bisschen auslagern und loswerden. Kann ich verstehen, und zum Teil ist mein Angebot ja auch genau dafür da.

Aber die Qualität der Website war am Ende weniger gut, wenn ich die Passivität bei meinen AuftraggeberInnen zu sehr kompensieren musste.

Das funktioniert auch deswegen nicht wirklich gut, weil es ja nicht meine Website ist, sondern die meiner KundInnen.

Die Projektdauer war viel länger als nötig, weil ich immer wieder viel zu lange auf Feedback und Material warten musste. Die Inhalte und das Design waren ok aber nicht so zielgerichtet, wie sie es eigentlich hätten sein können.

Es fühlte sich vermutlich auch bei meinen AuftraggeberInnen nicht so an, als wäre es IHRE Website.

Professionelle Hilfe suchen ist ok. Eine passive Einstellung ist es nicht.

Professionelle Hilfe suchen ist ok.
Eine passive Einstellung ist es nicht.

Natürlich musst du deine Website nicht komplett allein stemmen, damit sie auch ›deine‹ Website ist. Professionelle Hilfe bei deiner Website soll dir Zeit ersparen und dir ganz viele Aufgaben abnehmen.

Aber Zeitmangel ist in den allermeisten Fällen nicht wirklich das Problem, wenn es darum geht, ob sich KundInnen aktiv am Projekt beteiligen oder nicht.

Auch ich habe oft im Alltag den Zustand, dass eine Aufgabe aus Zeitmangel immer wieder nach hinten verschoben wird. Aber sobald ich wirklich motiviert bin und das Ziel anvisiere, schaffe ich es meist, die Zeit dafür irgendwie abzuzweigen.

Und für die gemeinsame Umsetzung einer Website gibt es einen zweiten Punkt, der das Argument Zeitmangel entschärft:

Um dir Zeit und Frust zu ersparen, bin ich als Unterstützung ja da.

  • Ich kürze den Zeitaufwand gezielt herunter, indem ich ganz viele Aufgaben übernehme.
  • Ich strukturiere das Projekt so vor, dass die Aufgaben in handliche Portionen aufgeteilt werden.
  • Ich baue das ganze Design und Grundgerüst auf.
  • Ich kümmere mich mit deiner Unterstützung um technische Voraussetzungen (Webhosting etc.).

Aber ganz ohne zeitliche Kapazitäten auf deiner Seite geht es nicht.
Es ist schließlich deine Website. Deine Ziele. Deine Kunden. Deine Inhalte.
Besucher, die auf deine Website kommen, verbinden die Website mit DIR und DEINEM Unternehmen.

Und wenn die Zeit wirklich knapp ist, kann in fast allen Fällen der Umfang der Website pragmatisch verschlankt werden, um trotzdem zu einem ›fertigen‹ Ergebnis zu kommen. Erweitern und ausbauen kann man schließlich immer noch.

Die aktive Einstellung hilft dir, fertigzuwerden.

Achtung Phrase.

Sobald die Einstellung eine andere, bejahende, motivierte ist, können zusammen Hürden erfolgreich überwunden und das Projekt fertiggestellt werden. Entschuldige, die Phrase ›Du musst es nur wollen‹ ist eigentlich nicht so mein Ding, aber hier ist es wirklich hilfreich.

Wenn du eine positive Einstellung hast, bringt dir das konkrete Vorteile.

1. Du bist offener dafür, was dir eine Website bringt.
Du guckst nicht nur darauf, dass die Website lästig, teuer und aufwendig ist.

2. Du bleibst nicht irgendwo stecken, wenn du deine aktive Rolle annimmst.
Der Frustfaktor wird kleiner und Hürden werden leichter überwunden.

3. Du wirst schneller zum fertigen Ergebnis kommen.
Schneller bedeutet auch, wieder mehr Zeit für andere Aufgaben zu haben.

4. Das Projekt wird wirtschaftlich ›günstiger‹.
Weil alle an einem Strang ziehen.
Und weil die Designerin nicht alles, wozu du keine Lust hast, kompensieren muss, läuft es wirtschaftlicher.

5. Das Projekt macht dir mehr Spaß.
Putziges Argument, aber ehrlich, Selbstständigkeit und das Projekt Website sollte doch zumindest überwiegend Spaß machen. Sonst bräuchten wir ja eigentlich nicht selbstständig zu sein.

6. Deine Website könnte dein Einstieg in dein Onlinemarketing werden.
Onlinemarketing funktioniert (nur), wenn du regelmäßig online aktiv bist. Die eigene Website kann dir dabei optimal als Basis-Station dienen. Dort läuft schließlich alles zusammen. Umso besser also, wenn du deine Website direkt von Anfang an als einen wertvollen Bestandteil deiner Selbstständigkeit siehst und aktiv wirst.

7. Dein Dienstleister ist auch motivierter und kann mit dir zusammen bessere Qualität erzeugen.
Ja, professionelle Arbeit muss natürlich immer gut und zuverlässig sein. Aber ehrlich, so roboterhaft ist eine persönliche Zusammenarbeit nicht. Wir sind alle Menschen und durch einen persönlichen, wertschätzenden Austausch und Motivation werden die Ergebnisse besser.

Dieser Blog-Artikel ist eigentlich ein ›Fehler‹.

Ich fürchte, dieser Blog-Artikel ist schon wieder nicht so ganz für meine Idealkunden geschrieben.

Denn, wenn du dich hier angesprochen fühlst und auch irgendwie zu deiner Website überredet werden möchtest, sind wir beide für eine Zusammenarbeit vielleicht gar nicht so richtig kompatibel.

Warum mache ich also diesen ›Fehler‹ und schreibe einen Blog-Artikel, der eher Menschen anspricht, mit denen ich (noch) nicht optimal zusammenarbeiten kann?

Vermutlich ist mir das so wichtig, weil es sonst gar nicht so oft offen thematisiert wird. Zumindest in meiner Wahrnehmung.

Mehr Realität bitte.

Überall findet man im Netz Erfolge und tolle Projekte mit tollen Kunden. Angebote zur Website-Entwicklung klingen oft so unbeschwert und ›kinderleicht‹. Aber die Realität ist meist nicht so mühelos, sondern voller Hürden, Unsicherheiten und Herausforderungen und eben voll von Einstellungen, die das ganze Projekt Website eher erschweren.

Ich habe es in allen möglichen Abstufungen oft genug erlebt und habe mich immer wieder damit beschäftigt, warum das so ist. Übrigens auch in der Hinsicht, dass ich immer weiter überlege, was ich besser machen muss.

Und weil hinderliche Einstellungen auch oft sehr gut getarnt sind und nicht immer auf den ersten Blick sichtbar sind. Mal schlagen sie plötzlich und unerwartet mitten im Projekt zu oder führen dazu, dass nach Projektende doch alles wieder ein bisschen einschläft. Lies dazu auch meinen Blog-Artikel ›Warum scheitert die eigene Website‹.

Weil diese Einstellung schlicht unwirtschaftlich ist.
Und unnötig, weil die Ursache eigentlich relativ einfach zu beheben ist, wenn man offen damit umgeht.

Habe ich dich ›überredet‹? Oder vergrault.

Wenn du jetzt ein bisschen angepiekst bist, sei einfach ehrlich mit dir und hinterfrag, ob du beim Thema eigene Website wirklich schon an Bord bist.

Und wenn du trotzdem skeptisch bei dem ganzen Krempel bist, dann sei es ruhig und sprich es auch offen an, wenn du dich mit deiner Anfrage an einen Dienstleister wendest.
Offenheit ist super. Dann kann man darauf eingehen und das Projekt möglicherweise so gestalten, dass es für beide Seiten trotzdem funktioniert.

Ist das Thema Website für jeden Selbstständigen ein Muss?

Das Projekt Website muss auch wirklich nicht zwangsläufig der aufwendige Rundumschlag sein.

Es darf einfach und pragmatisch sein.
Nicht jeder muss Onlinemarketing und den ganzen Kram für sich entdecken und sich da mit voller Hingabe durchbeißen. Ich habe jede Menge Projekte und KundInnen, bei denen das Thema Website eine ganz akzeptable Nebenrolle spielt, die auch in Ordnung ist.

Es gibt nicht den einen Weg und ich selbst habe auch bei vielen Themen Vorbehalte, wenn es darum geht, was man als Selbstständiger alles so machen soll, um sich online sichtbar zu machen und zu vermarkten. Es kommt eben auf die Bedürfnisse, Möglichkeiten und Ziele an, die du hast.

Und wenn die Grundeinstellung passt, kann es doch eigentlich losgehen, oder?

Wenn du deine Website in die Tat umsetzen willst und dafür noch nach professioneller Unterstützung suchst, schau dir meine Design-Pakete an:

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