Was kostet Design?

Was kostet eigentlich Design?

Wenn du im Internet recherchierst, wirst du vermutlich große Preisspannen und viele verschiedene Meinungen und Angebote finden. Du solltest dir bei der Auswahl eines Designers oder einer Designerin die Frage stellen, welcher Dienstleister optimal zu dir und deinem Vorhaben passt. Überleg vorab, was du brauchst, welchen finanziellen Rahmen du hast und mit wem du zusammenarbeiten möchtest. Schau dir vor allem auch die Arbeiten an, um herauszufinden, ob dir die Richtung des Designers bzw. der Designerin grundsätzlich zusagt.

Motiv zum Thema Was kostet Design

Motiv Sparschwein: © Tierney – Fotolia.com

Hallo,
ich bin Annika Gandelheid, selbstständige Designerin und ich unterstütze Existenzgründer, andere Selbstständige und kleine Unternehmen dabei, sich professionell und authentisch sichtbar zu machen.
Mit meinen Kunden entwickle ich zum Beispiel Logos, Erscheinungsbilder und Websites.

Lies weiter, wenn du dich gerade mit der Frage ›Was kostet Design?‹ beschäftigst.

Wie wird ein Stundensatz kalkuliert?

Starten wir doch am besten mit der Grundlage eines selbstständigen Designers: Dem Stundensatz.

Als selbstständige Designerin habe ich bei meiner Preisgestaltung nicht die gleichen Kosten wie größere Agenturen mit mehreren Mitarbeitern und entsprechender Infrastruktur zu bewältigen. Gleichzeitig wächst meine Berufserfahrung mit der Zeit und auch die Qualität meiner Arbeit steigt, allerdings arbeite ich am liebsten mit anderen Selbstständigen, Existenzgründern und kleinen Unternehmen, die keine riesigen Budgets zur Verfügung haben. Ich befinde mich mit meinem Stundensatz preislich also eher im „kundenfreundlichen Mittelfeld“. Mein aktueller Stundensatz liegt bei 80,– Euro (netto).

Für manche kleinere Kunden, die sich noch nicht mit Designleistungen und deren Wert auskennen, mag dieser Stundensatz gefühlt hoch sein, für mich ist dieser aber zwingend notwendig für ein auskömmliches, wirtschaftliches Arbeiten und spiegelt auch den Wert meiner Arbeit wider. Ich bemühe mich, mit übersichtlicher Infrastruktur und schlanken Prozessen zu arbeiten und den meist kleineren Kunden, mit denen ich am liebsten zusammenarbeite, mit Design-Paketen entgegenzukommen.

Was sind denn eigentlich die Rahmenbedingungen in der Selbstständigkeit?

Die Rahmenbedingungen der Selbstständigkeit sind verständlicherweise nicht jedem bewusst, darum möchte ich dieses Thema für meine Kunden und Interessierte nachvollziehbarer und transparenter machen.

Als selbstständige Designerin muss ich bei der Kalkulation des Stundensatzes viele Kosten berücksichtigen. So müssen Steuern, Versicherungen und alle laufenden Kosten von meinem erwirtschafteten Gewinn abgezogen werden. Gleichzeitig muss ich wie jeder andere Selbstständige auch für das Alter, Krankheitsausfälle und unproduktive Phasen vorsorgen. Das übernimmt natürlich in meinem Fall kein Arbeitgeber.
Das sind vermutlich noch die Faktoren, mit denen du gerechnet hast, aber auch die reale Arbeitszeit ist nicht so hoch, wie man als Außenstehender meinen könnte. Abgesehen von Krankheits- und Urlaubstagen, die man von den verfügbaren Arbeitstagen pro Jahr abziehen muss, verbringt man als selbstständige Designerin oft einen nennenswerten Teil des Arbeitstages (ca. 40 %, manchmal auch viel mehr) mit Tätigkeiten, die nicht direkt projektbezogen sind und daher auch von niemandem bezahlt werden. Bei vielen Projekten investiere ich auch sehr oft mehr Zeit im Hintergrund, die ich gerade den kleinen Kunden nicht zu hundert Prozent anrechnen kann bzw. möchte. Kreative Arbeit ist nämlich auch nicht immer auf die Minute berrechenbar.

Was habe ich als Kunde eigentlich davon?

Eine sehr gute und wichtige Frage, die aber auch nicht ganz leicht zu beantworten ist, wenn man nicht die üblichen aber etwas oberflächlichen Phrasen auflisten möchte.
Ich versuche es darum auf meine Weise: Designarbeit ist zunächst einmal weitaus mehr, als etwas nur „hübsch“ in Szene zu setzen. Das etwas sperrige Schlagwort lautet hier Visuelle Kommunikation, das den Kern der Sache aber sehr gut trifft.
Denn, als Selbstständiger oder Betrieb kommuniziert man zwangsläufig nach außen. Man zeigt, wer man ist, was man anbietet, wofür man steht. Und das über unterschiedlichste Kanäle. Das passiert bewusst oder unbewusst, konsistent oder vielleicht etwas chaotisch. Die Qualität der Außenwirkung hängt zunächst einmal von der dahinter stehenden Person bzw. dem Betrieb und dem Verhalten ab – aber auch von ganz einfachen visuellen Bestandteilen wie Visitenkarte, Website oder Logo. Dazu gehören aber auch die Art und Weise wie man Kunden in Texten anspricht oder wie man sich bildlich in Szene setzt.
Dass es bei dieser sichtbaren Darstellung viel Luft nach oben gibt, erlebe ich immer wieder, beispielsweise bei der Website-Recherche in der Region oder bei der Wertschätzung der eigenen Anzeige im regionalen Vereinsmagazin.

Genau hier beginnt die Arbeit eines Designers oder einer Designerin.

Durch Visuelle Kommunikation und Design werden Inhalte, Ziele, Betriebe und Personen authentisch und individuell sichtbar gemacht. Informationen werden so aufbereitet, dargestellt und gestaltet, dass sie sinnvoll, nützlich und attraktiv für den Anwender bzw. die Zielgruppe sind. Die Arbeit eines Designers oder einer Designerin verbessert also die Qualität des eigenen Erscheinungsbildes bzw. der Außenwahrnehmung (aber auch die der Eigenwahrnehmung). Aber nach meinem Verständnis immer mit dem Anspruch, authentisch, ehrlich und nicht beliebig oder nur dekorativ zu sein! Damit kann ein Betrieb oder Selbstständiger sich positiv und klar positionieren und wird von der Außenwelt auch dankbar so wahrgenommen, was langfristig zum eigenen Erfolg beiträgt.
Und um noch einmal auf dieses Thema zurückzukommen, diese Arbeit mit Mehrwert hat natürlich auch ihren Preis.
Wie weit man bei dieser Arbeit in die Tiefe geht und was sinnvoll ist, hängt allerdings von ganz praktischen Umständen und Möglichkeiten ab. Mein Anspruch liegt jedenfalls nicht in der Perfektion sondern darin, individuelle, authentische Lösungen zu kreieren, die dem jeweiligen Anliegen und dir persönlich dienen.

Wie finde ich heraus, was wieviel kostet?

Einen Stundensatz zu wissen, ist ja schon einmal hilfreich. Aber wie viele Stunden braucht man eigentlich für ein Logo? oder für eine Website?
Je nach Anforderungen kann dies sehr unterschiedlich sein. Die konkrete Antwort auf diese und ähnliche Fragen kann nach einem persönlichen Erstgespräch/Briefing gefunden werden, außerdem biete ich zur Orientierung Pakete und Preisinformationen auf meiner Website an. Jeder, der privat oder beruflich schon einmal Zeit in ein „Projekt“ investiert hat, hat vielleicht auch die Erfahrung gemacht, dass es meistens länger dauert, als man vorher gedacht hat. Es gibt häufig verschiedene Arbeiten im Hintergrund zu bewältigen, die Kunden aber oft nicht bewusst sind: Recherche, Ideen- und Findungsphase, Ausarbeitung, Auseinandersetzung und Gespräche, Konzeption, Gestaltung, Umsetzung und Feinarbeit, Korrekturen, Bereitstellung von fertigen Daten, Organisation und Kommunikation und vieles mehr.

Daher habe ich zu der Frage ›Was kostet ein Logo?‹ und ›Für wen ist eine Zusammenarbeit sinnvoll?‹ einen Artikel geschrieben:
Artikel zu der Frage ›Was kostet ein Logo?‹